Zehn Bücher über Architektur
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Zehn Bücher über Architektur |
| Autor(en): | Vitruv |
| Originaltitel: | De architectura libri decem |
| Originalsprache: | lateinisch |
| Erstveröffentlichung: | |
| Schlagwörter: | Ordnung, Maß, Säule, Baukunst |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Kunstgeschichte |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | C.H. Beck
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| Umfang dieser Ausgabe: | 600 Seiten |
| ISBN: | 9783406346583 |
| Verweise | |
Die Zehn Bücher über Architektur sind das unter Augustus entstandene Lehrbuch des Vitruv, das einzige erhaltene Architekturwerk der Antike. Festigkeit, Nutzen, Anmut; die Säulenordnungen; Wasser, Uhren, Kriegsmaschinen: ein Kodex, den die Neuzeit als Bibel des Bauens las.
Inhalt
Vitruv schreibt, weil der Körper nicht mehr baut und der Geist noch ordnen kann. Das erste Buch gilt dem Wissen des Baumeisters – Geometrie, Geschichte, Philosophie, Musik –, ohne das Proportion ein Zufall wäre. Dann Materialien, Tempel, öffentliche und private Bauten, die Säulen als Sprache der Gattungen, Farben, Wasserleitungen, Uhren, Geschütze. Firmitas, utilitas, venustas: Die Dreiheit ist keine Dekorationstheorie. Ein Bau, der nicht hält, ist keiner; einer, der nicht dient, ist Verschwendung; einer ohne Anmut ist ein Lager. Der Ton ist der eines Ingenieurs im Ruhestand, der dem Kaiser nützlich bleiben will: lateinisch, schulisch, stolz auf Rom und abhängig von griechischen Lehrern, die er nennt und überbietet.
Die Neuzeit hat die Säulen genommen und die Maschinen oft übersprungen. Leon Battista Albertis Zehn Bücher über die Baukunst erneuern den Kodex humanistisch; Palladio macht daraus Villen. Wer nur die ionische Volute sucht, unterschlägt das Wasser und den Belagerungsturm. Wer nur den Ingenieur meint, unterschlägt die Anmut, ohne die das Buch ein Handbuch der Lager wäre. Die Zeichnungen, die die Renaissance dem Text gab, hat Vitruv so nicht hinterlassen; der Text verlangt sie. Die Überlieferung ist lückenhaft, die Wirkung vollständig: Solange steinerne Ordnung galt, galt dieser Kodex.
Unsicher bleibt das Datum und der Anteil des Selbstlobs. Vitruv schreibt unter Augustus und sucht Gunst. Das ändert die Dreiheit nicht. Adolf Loos wird das Ornament streichen, das Vitruv als Teil der Anmut denkt; Le Corbusier wird den Nutzen zur Maschine machen. Beide brauchen einen Gegner, der Maß und Säule war. Vitruv ist dieser Gegner und der Ursprung, den sie nicht loswerden.
Einordnung
Das Buch hat der europäischen Baukunst das Organon gegeben, gegen das die Moderne anschreibt, ohne es zu ersetzen. Alberti, Loos, Le Corbusier, Venturi: vier Stationen derselben zehn Bücher. Wer nach Vitruv von Ordnung des Bauens spricht, spricht in diesem Kodex.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
