Zehn Bücher über die Baukunst

Leon Battista Alberti · 1485 · Sachbuch, Kunstgeschichte


Das Werk
Deutscher Titel: Zehn Bücher über die Baukunst
Autor(en): Leon Battista Alberti
Originaltitel: De re aedificatoria
Originalsprache: lateinisch
Erstveröffentlichung: 1485
Schlagwörter: Humanismus, Proportion, Stadt, Würde
Sachgebiete: Sachbuch, Kunstgeschichte
Greifbare Ausgabe
Verlag:
Umfang dieser Ausgabe: 500 Seiten
ISBN:
Verweise


Die Zehn Bücher über die Baukunst sind das um 1452 abgeschlossene, 1485 gedruckte Werk von Leon Battista Alberti, die humanistische Erneuerung von Vitruvs Zehn Bücher über Architektur. Bauen als Wissenschaft des Maßes und als öffentliche Würde: die Renaissance schreibt ihren eigenen Kodex.

Inhalt

Alberti nimmt Vitruvs Zehnzahl und füllt sie mit der studia humanitatis. Linie, Fläche, der Körper des Gebäudes, das Ornament als Rede, die wahr sein muss, nicht als Lüge der Fläche. Die Stadt ist moralische Ordnung; der Tempel, das Haus, das Grab haben Gattungen wie die Rede. Der Baumeister ist kein Handwerker allein. Er ist der Gebildete, der Mathematik und Geschichte braucht, bevor er Steine setzt. Der Druck von 1485, nach Albertis Tod, macht aus dem Manuskript das Buch, nach dem Palladio und die Traktate des Cinquecento arbeiten. Der Ton ist lateinisch-stolz, ciceronianisch, ohne Vitruvs soldatische Nüchternheit. Wer Dichter und Kryptograph ist, schreibt Baukunst als Teil der Würde des Menschen.

Die Fassade von Santa Maria Novella führt vor, was der Traktat meint: Proportion, die man lesen kann, ohne sie zu messen. Wer nur den Theoretiker sucht, unterschlägt die Bauten. Wer nur die Fassade meint, unterschlägt die zehn Bücher, in denen die Stadt als Ganzes vorkommt, nicht nur die Kirche. Ornament ist bei Alberti Sprache; Adolf Loos wird es als Verbrechen streichen, wo es Arbeitskraft der Moderne verschwendet. Beide meinen Wahrheit der Fläche und kommen zu Gegenbefehlen.

Unsicher bleibt, wie weit der humanistische Kodex das Bauen der Werkstätten wirklich führte. Alberti schreibt für Gebildete; die Hütten hatten andere Bücher. Die Wirkung lag in der Würde, die das Bauen zur liberalen Kunst hob. Vitruv liefert den antiken Grund; Alberti die neuzeitliche Person des Architekten, der Autor ist, nicht nur Werkmeister. Die Moderne hat diesen Autor zum Star gemacht und die Stadt oft ohne Würde gebaut, die Alberti verlangte.

Einordnung

Das Buch hat der Renaissance die Theorie des Bauens gegeben, die nicht nur Kommentar zu Vitruv ist. Loos und Le Corbusier schreiben gegen das Ornament, das hier Rede ist. Wer nach Alberti von Baukunst als humanistischer Wissenschaft spricht, spricht in diesen zehn Büchern.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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