Der fremde Ort
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Der fremde Ort |
| Autor(en): | Hwang Sok-yong |
| Originaltitel: | 객지 |
| Originalsprache: | koreanisch |
| Erstveröffentlichung: | 1971 |
| Schlagwörter: | Arbeiter, Steinbruch, Streik, Südkorea |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | |
| Umfang dieser Ausgabe: | 200 Seiten |
| ISBN: | |
| Verweise | |
Der fremde Ort ist der 1971 erschienene Roman von Hwang Sok-yong, im Koreanischen Gaekji: der Ort, an dem man als Gast arbeitet, weit vom Dorf. Steinbrucharbeiter im Südkorea der Entwicklungsdiktatur leben in Baracken, werden betrogen, streiken, verlieren. Eine eigenständige deutsche Buchausgabe fehlt; der Titel läuft in Werkverzeichnissen, während Der Gast und Der ferne Garten bei dtv erschienen. Bookpedia setzt den dokumentierten deutschen Namen, nicht »Stadt«. Hwang, Vietnamveteran, Demokratiebewegung, Haft, hat hier die Arbeit als Verbannung geschrieben, bevor die späteren Romane die Teilung des Landes weiteten.
Inhalt
Männer vom Land kommen an den Bruch, weil das Dorf sie nicht mehr trägt. Der fremde Ort ist die Baracke, der Vorarbeiter, die Abrechnung, die nie stimmt, der Staub. Hwang schreibt den Alltag der Schufterei, nicht die Fabrikidylle des Wirtschaftswunderlandes. Ein Streik formiert sich, bricht, wird gebrochen. Die Herkunftsdörfer bleiben als Sehnsucht und als Scham: Wer zurückkehrt ohne Geld, ist niemand.
Die Figuren sind viele, keine einzige Heldenvita. Der gebildete Anstifter, der Mitläufer, der Spitzel, die Frau, die Essen verkauft. Die Gewalt der Polizei und der Firmenwacht ist alltäglich. Hwang, der die Baustellen und die Armee kannte, gibt dem Bruch die Genauigkeit des Berichts und die Wärme der Kameradschaft, die der Lohn nicht ersetzt.
Am Ende bleibt der fremde Ort fremd. Niemand hat das Land gewonnen, um das die Arbeit werben. Wer nur den späteren Autor von Berlin und Gwangju sucht, unterschlägt diesen frühen Bruch. Wer nur den Streikroman sucht, unterschlägt das Wort gaekji: nicht die Fabrik der Stadt, die Verbannung ins Werk.
Einordnung
Hwang hat der südkoreanischen Prosa der siebziger Jahre die Wanderarbeit gegeben, gegen die offizielle Erzählung des Aufstiegs. Neben Han Kangs späterem Körperroman steht dieser frühe als der kollektive, derb, politisch. Wer nach 1971 über Steinbruch, Entwicklungsstaat und koreanische Arbeit spricht, spricht hinter dem fremden Ort. Die berühmteren Übersetzungen kamen später; dieses Buch erklärt, warum Hwang die Herren nicht glauben konnte.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.