Handlung und Ereignis
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Handlung und Ereignis |
| Autor(en): | Donald Davidson |
| Originaltitel: | Essays on Actions and Events |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1980 |
| Schlagwörter: | Handlung, Ursache, Ereignis, Geist |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Philosophie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Suhrkamp |
| Serie: | suhrkamp taschenbuch wissenschaft |
| Umfang dieser Ausgabe: | 411 Seiten |
| ISBN: | 9783518284957 |
| Verweise | |
Handlung und Ereignis (englisch Essays on Actions and Events) ist die 1980 erschienene Aufsatzsammlung von Donald Davidson. Sie behauptet, dass Gründe Ursachen sind, Handlungen Ereignisse, und der Geist physisch, ohne dass eine strenge Psychologie die Physik spiegelt.
Inhalt
Der Eröffnungsaufsatz von 1963, »Handlungen, Gründe und Ursachen«, bricht mit der Wittgensteinschen Schule, die die Erklärung durch Gründe von der kausalen Erklärung getrennt hatte. Wer sagt, warum jemand den Schalter drehte – weil er Licht wollte und glaubte, der Schalter mache Licht –, nennt die Ursache der Bewegung, nicht nur ihre Deutung. Absichtliches Handeln ist ein Ereignis unter einer Beschreibung, die den Täter rational erscheinen lässt. Dieselbe Bewegung kann unter anderer Beschreibung ein Muskelzucken sein. Die logische Form der Handlungssätze verlangt Ereignisse als Einzeldinge, über die man quantifizieren kann: Es gab ein Drehen, und dieses Drehen war das Drücken, und dieses war das Warnen.
Der anomale Monismus fasst die Konsequenz für den Geist. Geistige Ereignisse sind physische Ereignisse; es gibt keine strengen Gesetze, die geistige Arten mit physischen Arten verbinden. Deshalb ist der Monismus anomal: Einheit der Ereignisse, Unübersetzbarkeit der Vokabulare. Willensschwäche wird möglich, weil Gründe rivalisieren und die bessere Überzeugung nicht immer siegt. Freiheit ist mit Kausalität verträglich, weil die kausale Erklärung durch Gründe keine strikte Gesetzmäßigkeit der Psychologie verlangt. Davidson schreibt gegen den Dualismus und gegen die reduktive Identitätstheorie; beides hält er für eine falsche Antwort auf den Scheinwiderspruch von Freiheit und Natur, den Immanuel Kant diagnostiziert hat.
Unsicher bleibt, ob Ursachen, die keine strengen Gesetze haben, Ursachen im Ernst sind, und ob die Wohltätigkeit der Interpretation den Irrtum zu freundlich macht. John McDowell hat später den Vorwurf formuliert, bei Davidson verliere die Erfahrung den rechtfertigenden Kontakt zur Welt. Wer die Sammlung nur als Geistphilosophie liest, unterschlägt die Handlungstheorie. Wer nur den Monismus nimmt, unterschlägt die Ontologie der Ereignisse, ohne die die Sätze über das Tun logisch nicht aufgehen. Der Ton ist trocken, beispielnah, ohne Pathos. Die Aufsätze sind in sich geschlossen und bauen doch eine Lehre.
Einordnung
In der analytischen Philosophie nach Wittgensteins Philosophische Untersuchungen und nach Quines Wort und Gegenstand hat dieser Band das Handeln wieder an die Ursache gebunden und den Geist an die Welt, ohne die Psychologie zur Physik zu machen. McDowells Geist und Welt setzt hier an, indem es widerspricht. Wer nach 1980 über Absicht, Willensschwäche oder geistige Verursachung spricht, spricht hinter diesen Aufsätzen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
