König Ödipus

Sophokles · 429 v. Chr. · Drama


Das Werk
Deutscher Titel: König Ödipus
Autor(en): Sophokles
Originaltitel: Οἰδίπους Τύραννος
Originalsprache: altgriechisch
Erstveröffentlichung: 429 v. Chr.
Schlagwörter: Schicksal, Erkenntnis, Theben, Orakel
Sachgebiete: Drama
Greifbare Ausgabe
Verlag: Reclam


Umfang dieser Ausgabe: 84 Seiten
ISBN: 9783150006306
Verweise


König Ödipus ist die um 429 v. Chr. aufgeführte Tragödie von Sophokles. Ein Herrscher will die Stadt von der Pest befreien, indem er einen Mörder findet, und findet sich selbst. Das Stück gilt seit Aristoteles als das Muster der Tragödie.

Inhalt

Theben stirbt an der Seuche. Ödipus, der die Sphinx gelöst und die Stadt gewonnen hat, schickt Kreon nach Delphi und erhält den Auftrag, den ungesühnten Mord an Laios aufzuklären. Der Seher Teiresias weigert sich, dann spricht er: Der Gesuchte sei der Suchende. Ödipus hört eine Verschwörung, nicht eine Wahrheit; er verdächtigt Kreon, höhnt den Blinden, pocht auf den eigenen Verstand, der das Rätsel schon einmal besiegt hat. Der Chor schwankt zwischen Vertrauen und Furcht. Die Handlung ist eine Untersuchung, und jede Auskunft, die die Stadt retten soll, treibt den Richter näher an den Angeklagten.

Iokaste will beruhigen: Orakel träfen nicht ein, Laios sei von Räubern erschlagen worden, das Kind, dem der Vatermord geweissagt war, ausgesetzt. Gerade diese Tröstung öffnet die erste Lücke. Ein Bote aus Korinth meldet den Tod des Polybos, den Ödipus für seinen Vater hielt; die Flucht vor dem Orakel war umsonst, und sie war überflüssig, denn Polybos war es nicht. Der Hirte, der das ausgesetzte Kind einst retten sollte, wird herbeigeschafft. Iokaste begreift vor ihm und geht ins Haus, ohne den Namen auszusprechen. Ödipus treibt die Frage weiter, als gäbe es noch eine Rettung im Wissen.

Der Hirte redet, weil man ihn zwingt. Das Kind aus dem Haus des Laios ist der Mann auf dem Thron; der Getötete am Dreiweg war der Vater; die Frau im Palast ist die Mutter. Ödipus stürzt nach, findet Iokaste erhängt, sticht sich die Augen aus mit ihren Spangen. Blind will er gesehen haben, was er sehend nicht ertrug. Kreon übernimmt die Stadt; die Töchter Antigone und Ismene werden herbeigeführt, noch ohne das spätere Grab. Der Chor schließt auf das alte Maß: Niemand sei glücklich zu preisen vor dem letzten Tag. Das Stück hat keine Nebenhandlung, die tröstet. Es ist der Weg von der Frage zur Antwort, und die Antwort ist der Fragende.

Einordnung

Sophokles hat das Schicksal nicht als Zufall geschrieben, sondern als das, was eintritt, weil man ihm ausweicht. Aristoteles hat an diesem Stück Umschlag und Wiedererkennen erklärt; Freud hat den Namen genommen und die Untersuchung in einen Wunsch verwandelt. Beides hängt am Text, keines erschöpft ihn. Neben der Orestie und Hamlet ist König Ödipus das Drama des Wissens, das zu spät kommt – Hamlet zweifelt, Ödipus forscht, beide zerstören das Haus. Antigone folgt im Mythos, nicht im Festkalender: dieselbe Stadt, der nächste Tote, den man nicht begraben soll. Die Deutschen haben das Stück zum Schulbeispiel gemacht; es bleibt härter als jede Lehre, die man daraus zieht.

Ideen

Dieses Buch hängt an diesen Zetteln.

Hybris (zentral)

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

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