Die Orestie
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Die Orestie |
| Autor(en): | Aischylos |
| Originaltitel: | Ὀρέστεια |
| Originalsprache: | altgriechisch |
| Erstveröffentlichung: | 458 v. Chr. |
| Schlagwörter: | Rache, Atriden, Gericht, Erinyen |
| Sachgebiete: | Drama |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reclam
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| Umfang dieser Ausgabe: | 290 Seiten |
| ISBN: | 9783150110522 |
| Verweise | |
Die Orestie ist die 458 v. Chr. an den Großen Dionysien aufgeführte Trilogie von Aischylos, das einzige vollständig erhaltene Dreiwerk der attischen Tragödie. Agamemnon, die Choephoren und die Eumeniden erzählen, wie im Haus des Atreus die Rache sich fortpflanzt, bis Athen sie vor ein Gericht zieht.
Inhalt
In Argos wartet Klytaimestra auf die Heimkehr. Ein Wächter auf dem Dach sieht das Feuerzeichen, das den Fall Trojas meldet; der Chor der Alten fürchtet, was das Opfer der Tochter gekostet hat. Agamemnon kommt mit der Seherin Kassandra, die niemand glaubt und die doch alles weiß: die Klinge im Bad, das Netz, die alte Schuld des Hauses. Klytaimestra rechtfertigt den Mord als Sühne für Iphigenie und als Urteil über den Mann, der die Stadt und das Bett genommen hat. Aigisthos, der Mitesser, tritt dazu. Der Chor bleibt ohnmächtig. Das erste Stück endet nicht mit Gerechtigkeit, sondern mit der Tat, die die nächste fordert.
Jahre später kehrt Orest heim, von Apollon geschickt. An Agamemnons Grab trifft er Elektra, die mit den Weihgussträgerinnen die Totenspende der Mutter ins Gegenteil wendet. Geschwister erkennen einander; der tote Vater wird als Zeuge angerufen. Orest dringt als Fremder ins Haus, tötet Aigisthos, zögert vor der Mutter, gehorcht dem Gott und tötet sie. Kaum ist die Rache vollzogen, sieht er die Erinyen – die Mutterblut nicht ungesühnt lässt. Was im Agamemnon noch als Recht der Gattin sprach, spricht jetzt als Fluch gegen den Sohn. Die Mitte der Trilogie ist der Muttermord, den kein Haus mehr fassen kann.
Die Eumeniden holen die Verfolgung aus Argos nach Delphi und weiter nach Athen. Apollon reinigt und schützt; die Erinyen lassen nicht ab. Athene setzt den Areopag ein: Bürger stimmen über Blutschuld. Die Stimmen stehen gleich; Athene gibt Orest den Ausschlag, weil sie ohne Mutter geboren sei und den Mann höher stelle – ein Urteil, das die Stadt gründet und die Frauen nicht tröstet. Die Erinyen drohen das Land zu vergiften; Athene bietet ihnen Wohnsitz und Ehre unter neuem Namen. Aus den Rachegöttinnen werden Wohlmeinende. Die Trilogie schließt nicht mit Unschuld, sondern mit einer Ordnung, die den Fluch bindet, ohne ihn zu leugnen.
Einordnung
Aischylos hat die Familienrache in ein politisches Festspiel verwandelt: Die Polis erfindet das Gericht, weil das Haus sich nicht mehr selbst richten kann. Neben König Ödipus und Hamlet steht die Orestie als das Werk, in dem Erkennen und Töten auseinandertreten – Hamlet zögert, Orest gehorcht, Ödipus forscht. Die Deutschen haben den Chor als Monument gelesen; die Bühne hat Klytaimestra oft zur bloßen Mörderin gemacht und Athene zur Trösterin. Beides verfehlt das Stück. Es bleibt das Maß, an dem sich Die Räuber und jedes spätere Blutgericht messen, das aus der Familie einen Staat machen will.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
