Kate Millett (1934–2017), in Saint Paul geboren, hat die Literaturkritik zur Analyse der Herrschaft gemacht. Sexus und Herrschaft behauptet, dass das Geschlechterverhältnis Politik ist – nicht Privatsache, nicht Natur.
Leben
Sie studierte Literatur, arbeitete als Bildhauerin und lebte zwischen New York und London. Der Umweg war die Dissertation, die 1970 als Buch den zweiten Feminismus mit einem Wort versorgte: sexuelle Politik. Später das offene Leben, die Psychiatrie, der Hof in New York State, an dem Frauen arbeiteten. Sie starb in Paris.
Wirkung
Millett las Freud, die viktorianische Moral und die großen Erzähler des 20. Jahrhunderts als Texte der Macht. Lawrence, Miller, Mailer: nicht nur Stil, sondern Lehre vom Mann, der nimmt. Damit hat sie der Germanistik und der Anglistik ein Verfahren gegeben, das den Kanon nicht schont.
Die Kritik nannte das grob, zu amerikanisch, zu sicher im Urteil über Dichtung. Das Buch bleibt die öffentliche Wende, nach der niemand mehr so tun konnte, als habe der Roman mit Herrschaft nichts zu tun. Wer nach 1970 über das Patriarchat und die Literatur spricht, spricht oft mit Millett, auch wo er widerspricht.
Werke
- Sexus und Herrschaft (1970)
In Auswahl außerdem: Fliegen, Sita.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.