Lysistrata

Aristophanes · 411 v. Chr. · Drama


Das Werk
Deutscher Titel: Lysistrata
Autor(en): Aristophanes
Originaltitel: Λυσιστράτη
Originalsprache: altgriechisch
Erstveröffentlichung: 411 v. Chr.
Schlagwörter: Frieden, Frauen, Krieg, Athen
Sachgebiete: Drama
Greifbare Ausgabe
Verlag: Reclam


Umfang dieser Ausgabe: 101 Seiten
ISBN: 9783150186640
Verweise


Lysistrata ist die 411 v. Chr. in Athen aufgeführte Komödie von Aristophanes. Während der Peloponnesische Krieg die Stadt auszehrt, überreden die Frauen Griechenlands die Männer zum Frieden, indem sie sich ihnen verweigern und die Akropolis besetzen. Das Stück ist der grobe Witz als Politik.

Inhalt

Lysistrata ruft die Athenerinnen und die Gesandten aus Sparta, Böotien und Korinth. Der Plan ist einfach und schwer zu halten: kein Beischlaf, bis die Männer den Krieg beenden; dazu die Kasse des Bundes auf der Burg, ohne die kein Feldzug läuft. Lampito aus Sparta sagt zu, die anderen zögern, weil der Verzicht ihnen selbst weh tut. Der Schwur wird über einem Weinkrug geleistet, nicht über einem Opfertier. Dann nehmen die alten Frauen die Akropolis ein. Der Chor der Greise rückt mit Feuer an, der Chor der Greisinnen mit Wasser. Die Stadt spaltet sich nach Alter und Geschlecht, während draußen noch dieselben Schlachten gedacht werden.

Die Männer kommen mit dem, was die Komödie zeigen darf: Kinesias verlangt seine Myrrhine, wird aufs Lager gelockt und allein gelassen; ein spartanischer Herold trägt denselben Zustand als diplomatische Note vor. Lysistrata muss die eigenen Frauen zusammenhalten, die unter den Helmen und durch die Mauern zu den Männern wollen. Der Witz ist körperlich, der Ernst liegt daneben: zwanzig Jahre Krieg, die Toten, die Steuern, die jungen Frauen ohne Männer. Aristophanes lässt die Zote nicht als Ersatz für die Politik stehen, er macht sie zum Hebel. Der Ratsherr, der Ordnung schaffen will, wird in Schleier und Spindel gesteckt – der Staat als Hausarbeit, die er verachtet hat.

Der Friede wird als schöne Frau auf die Bühne gebracht und unter den Gesandten aufgeteilt, als wäre der Peloponnes ein Leib. Athener und Spartaner tasten sich einig, singen gemeinsam, denken an die alten Bündnisse gegen die Perser und gehen zum Gelage. Die Komödie schließt nicht mit einem Vertragstext, sondern mit Wein und Tanz. Ob der Frieden hält, fragt das Stück nicht; 411, nach der sizilischen Katastrophe und vor der Oligarchie der Vierhundert, war schon das Gelächter eine Zumutung. Lysistrata gewinnt, weil die Männer nicht anders können. Das ist weniger eine Lehre von der Vernunft der Frauen als eine Diagnose der Begierde, die den Krieg überlebt.

Einordnung

Aristophanes hat der Alten Komödie das Stück gegeben, das noch gespielt wird, weil der Einfall grob und das Ziel klar ist. Neben der Orestie, die den Frieden als Gericht denkt, steht Lysistrata als der Frieden durch Verweigerung: keine Erinyen, ein Ehebett. Die Tragödie des Euripides lässt Frauen morden; die Komödie lässt sie die Kasse sperren. Nathan der Weise predigt Duldung, Die Räuber die Freiheit als Frevel; hier ist die Politik ein Witz, der die Volksversammlung nicht schont. Die Neuzeit hat Lysistrata oft zur Friedensheiligen gemacht und die Zote gestrichen. Ohne die Zote bleibt eine Rede. Das Stück ist beides: der Krieg soll aufhören, und der Körper redet zuerst.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

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