Mawhūb ibn Mansūr ibn Mufarrij (um 1025–um 1100), alexandrinischer Laienchrist unter den Fatimiden, hat die koptische Amtsgeschichte ins Arabische gehoben. Die Alexandrinische Patriarchengeschichte trägt lange den falschen Verfassernamen Sawirus ibn al-Muqaffaʿ; Johannes den Heijer hat Mawhūbs Redaktion gesichert.
Leben
Eine der angesehenen koptischen Familien Alexandrias, Diakon, Steuereinnehmer unter dem Kalifen al-Mustanṣir. Der Vater hatte die Schädelreliquie des Markus bewahrt, Mawhūb erbte die Ehre; ein Bruder starb 1086 als Märtyrer. Der Umweg ist das Laienamt: Patriarch Kyrillos II. beauftragte ihn, in den Klöstern Unterägyptens koptische Vorlagen zu sammeln und zu übersetzen. Im März oder April 1088 begann die Arbeit; nach dem Tod des Kalifen 1094 schrieb er die Lebensbilder der Patriarchen Christodoulos und Kyrillos II. selbst auf Arabisch. Nachfolger führten die Reihe bis in die Neuzeit weiter.
Wirkung
Mawhūb hat aus Schichtung und Übersetzung das Papstbuch des alexandrinischen Stuhls gemacht: Amtsfolge als Legitimität einer Kirche, die unter islamischer Herrschaft die Sprache wechselte. Die frühen Jahrhunderte bleiben hagiographisch, die ihm zeitgenössischen Patriarchate politisch – Steuern, Klöster, die Fatimidenmacht. Es ist Kirchengeschichte als Treue zum Stuhl, nicht als Dogmengeschichte der Konzilien. Im koptischen Gedächtnis hat das Werk denselben Rang wie der Liber Pontificalis in Rom.
Die westliche Orientalistik hat den Band lange unter dem Bischofsnamen Sawirus benutzt; die Korrektur zu Mawhūb verändert den Blick auf das elfte Jahrhundert als Laienredaktion, nicht als Bischofsautobiographie. Wer über christliches Ägypten unter islamischer Herrschaft und über die Übersetzung ins Arabische spricht, spricht aus diesem Buch oder gegen seine Wunder. Die Fortsetzungen zeigen, dass die Gattung nicht mit ihm endete.
Werke
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.