Mike Davis (1946–2022), in Fontana in Südkalifornien geboren, hat Los Angeles als Vorhut der kapitalistischen Stadt beschrieben: Mauern nach innen, Spekulation nach außen, die Polizei als Grenztruppe im eigenen Land. City of Quartz gräbt diese Zukunft aus dem Boden der Stadt, zwei Jahre bevor die Unruhen von 1992 sie sichtbar rissen.
Leben
Die Inland Empire östlich von Los Angeles, Schlachthof und Lastwagen, die Neue Linke, später die Universität: Der Umweg war die körperliche Arbeit, ohne die Davis die Stadt nicht als Klasse, sondern als Kulisse gesehen hätte. 1990 der Verso-Band, der ihn berühmt machte. Danach die Hungerkatastrophen des imperialistischen Zeitalters, der Planet der Slums, die ökologische Angst Kaliforniens. Er starb in San Diego.
Wirkung
Davis hat die Sonnenstadt als Festung lesbar gemacht. Grundstück, Zonierung, Kamera und Wachdienst erscheinen bei ihm als Politik, nicht als Geschmack. Die Stadtforschung hat das Buch zum Klassiker genommen, die Linke zur Waffe, das Feuilleton zur dunklen Kalifornien-Erzählung. Die Unruhen nach Rodney King haben ihm den Seher-Ruf eingetragen, der die Analyse eher überdeckt.
Kanonisiert und für zu schwarz gehalten: Wer nur die Katastrophe will, unterschlägt Verträge und Geographie. Wer Davis nur als Propheten der Unruhen führt, unterschlägt, dass er Mauern beschrieben hat, keine Nacht vorhergesagt. Die Nachwelt hat abgeschottete Siedlungen weltweit mit seinem Vokabular benannt, oft ohne den Marxismus. Gelesen wird der Band, wo die Stadt den öffentlichen Raum privatisiert und die Armut hinter Beton schiebt.
Werke
- City of Quartz (1990)
- Die Geburt der Dritten Welt. Hungerkatastrophen und Massenvernichtung im imperialistischen Zeitalter (2001)
In Auswahl außerdem: Ökologie der Angst, Planet der Slums.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
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