Autor:Novalis

1772 1801
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Novalis (1772–1801), eigentlich Georg Philipp Friedrich von Hardenberg, auf Schloss Oberwiederstedt geboren, hat der Frühromantik das Fragment gegeben, in dem Poesie und Philosophie dasselbe Geschäft sind. Blüthenstaub von 1798, im Athenäum der Brüder Schlegel, streut Gedanken wie Saat: nicht geschlossen, aber zeugungsfähig.

Leben

Adel, Pietismus des Vaters, Jurastudium in Jena, Leipzig und Wittenberg, Nähe zu Schiller, Goethe, den Schlegels. 1795 Verlobung mit der dreizehnjährigen Sophie von Kühn; sie starb 1797. Der Umweg ist die Bergakademie in Freiberg und das Amt an den Salinen: Wer Salz und Gestein misst, romantisiert die Welt nicht aus Schwärmerei allein. 1798 erscheint der Name Novalis, „vom Neuland“, nach einem alten Beinamen der Familie. Zweite Verlobung, Amtshauptmannschaft in Aussicht, dann die Schwindsucht. Er starb in Weißenfels, achtundzwanzig Jahre alt. Die Romane und die Rede über Christenheit und Europa kamen postum durch Freunde.

Wirkung

Novalis hat das Innere zum Weltall erklärt und die Poesie zum Organ, in dem Gegensätze sich berühren. Der magische Idealismus – die Phantasie setzt die künftige Welt, nach innen geht der geheimnisvolle Weg – wendet Fichte ins Du einer Liebesreligion. Die Mittlerreligion erlaubt, dass alles Organ der Gottheit werde, sofern ich es dazu erhebe. Das Fragment ist die Form, weil das Unerledigte der Sache entspricht. Hymnen an die Nacht, der unvollendete Heinrich von Ofterdingen mit der blauen Blume, die Geistlichen Lieder: dieselbe Suche nach einer Religiosität ohne kirchlichen Zwang, an Schleiermacher und Spinoza entlang.

Die Nachwelt hat ihn zum frühverstorbenen Jüngling geglättet, der Sophie nachstirbt. Das unterschlägt den Salinenassessor, das enzyklopädische Allgemeine Brouillon und die politische Schrift, die den preußischen König zum Sinnbild macht. Man hat die Romantik als Flucht aus der Moderne gelesen; bei Novalis ist sie eine Produktionskunst, die die Welt potenziert, nicht verlässt. Wer nur die blaue Blume zitiert, hat Blüthenstaub nicht gelesen. Wer nur den Philosophen rettet, unterschlägt, dass er die Philosophie der Dichtung unterordnet.

Werke

In Auswahl außerdem: Hymnen an die Nacht, Die Christenheit oder Europa.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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