Stephen Nissenbaum (geb. 1941), amerikanischer Kulturhistoriker, hat die Hexenprozesse von Salem aus dem Spektakel in die Sozialgeschichte des Dorfes geholt. Das besessene Salem, 1974 mit Paul Boyer, erklärt 1692 aus der Spaltung einer neuenglischen Gemeinde, nicht aus dem Teufel allein.
Leben
Harvard, Columbia, Wisconsin: die Promotion über den Ernährungsreformer Sylvester Graham. Der Umweg ist ein Seminar in Amherst: Paul Boyer und Nissenbaum lasen mit Studierenden Kirchenbücher, Steuerlisten und Karten von Salem Village, und aus dem Kurs wurde das Buch. Er lehrte lange an der University of Massachusetts Amherst frühamerikanische Geschichte bis ins neunzehnte Jahrhundert und schrieb später über die Erfindung des amerikanischen Weihnachtsfests.
Wirkung
Nissenbaum und Boyer haben die Anklagen von 1692 an Land, Abgaben, Pfarrhaus und die Nähe zur Hafenstadt gebunden. Ost und West des Villages, Anhänger und Gegner des Pfarrers Samuel Parris: Die Geographie des Verdachts ersetzt die Isolierung der Prozesse als plötzlichen Aberglauben. Der Glaube an den Teufel wird nicht wegerklärt, er wird an soziale Orte gebunden. John Putnam Demos nannte den Band einen Einschnitt der frühamerikanischen Studien.
Die Aufnahme war außerordentlich, der John-H.-Dunning-Preis, die engere Auswahlliste des National Book Award; spätere Forschung hat Anklagen gefunden, die dem Ost-West-Schema nicht folgen, und indianische Kriege und Theologie stärker gewichtet. Wer Salem nur als Klassenkampf liest, verfehlt die Gemeindegeschichte. Wer nach 1974 über die Prozesse spricht, ohne die Spaltung des Villages, spricht hinter diesem Band vorbei.
Werke
- Das besessene Salem (1974)
In Auswahl außerdem: The Battle for Christmas, Sex, Diet, and Debility in Jacksonian America.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.