Autor:Tertullian

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Tertullian (nach 150–nach 220), in Karthago geboren, hat dem lateinischen Christentum die Gerichtsrede gegeben. Das Apologeticum von 197 verlangt, dass der Name keine Straftat sei; De spectaculis um 200 schließt Circus, Bühne und Arena als Götzendienst.

Leben

Wohlhabender Laie mit rhetorischer Bildung, betont Karthager, wahrscheinlich römisches Bürgerrecht. Der Umweg ist die Bekehrung in der Erwachsenenzeit: Dieselbe Schulung, die vor Gericht überzeugt, dient fortan der Gemeinde gegen Statthalter, Häretiker und die eigene Laxheit. Um 207/208 zog ihn die Neue Prophetie der Montanisten an; er blieb, soweit erkennbar, in der Ortskirche und brach nicht mit ihr. Er starb nach 220 in Karthago, als erster großer lateinischer Theologe ohne Amt.

Wirkung

Tertullian hat Rom in Roms Sprache widerlegt: Christen als Christen zu strafen, ohne Tat, sei Unrecht; das Gebet der Gemeinden halte das Reich, der Kaiser sei Herrscher, nicht Gott. Zugleich sagt er der paganen Bildung die Freundschaft auf. De spectaculis unterwirft das öffentliche Vergnügen einer Kritik, die Herkunft, Begierde und Götzendienst zusammenbindet. Die lateinische Kirche hat mit dieser Rhetorik gelernt, sich vor Gericht zu erklären; Cyprian, Arnobius, Laktanz haben daraus geschöpft.

Die spätere montanistische Strenge hat die Überlieferung nicht verhindert; das Apologeticum blieb die am weitesten verbreitete Schrift. Wer ihn nur als Fanatiker der Spieleverbote nimmt, verfehlt die juristische Pointe. Wer die Apologie für staatsfromm hält, verfehlt die Weigerung, den Kaiser göttlich zu verehren. Die westliche Theologie hat hier praktischer, härter und weniger spekulativ begonnen als der Osten.

Werke

In Auswahl außerdem: Adversus Marcionem, De praescriptione haereticorum, Ad uxorem.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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